7. / 8. JuniDies Botanicae im Tessin
Dies Botanicae
Entdeckungstage der Flora der Valle Leventina
Die diesjährigen Dies Botanicae werden von der Società Botanica Ticinese organisiert. Das detaillierte Programm findet sich unter folgendem Link: https://www.botanicaticinese.ch/dies-botanicae
14. JuniTWW-Vorranggebiet Gadmental
Exkursion ins TWW-Vorranggebiet Gadmental – wo sich die trockenen Grasländer selbst übertreffen
Die weite Reise ins TWW-Vorranggebiet Gadmental lohnt sich: Entlang der Gadmerflüö reiht sich Trockenstandort an Trockenstandort. Von Nährstoffreichen Halbtrockenrasen über Echte Halbtrockenrasen bis zu Trockenen Halbtrockenrasen ist alles vorhanden. Wir starten die Exkursion im Talboden in Gadmen und steigen dann knapp 600 Höhenmeter hoch auf den Höheweg. Unterwegs begegnen wir allerlei typischen Halbtrockenrasenarten wie Thymus serpyllum, Pimpinella saxifraga, Daucus carota, Helianthemum nummularium, Hippocrepis comosa, Salvia pratensis, typischen Arten der Blaugrashalden wie Sesleria caerulea, Acinos alpinus, Carduus defloratus, Globularia cordifolia, aber auch Arten der Trockenrasen wie Dianthus sylvestris, Sempervivum tectorum und Teucrium montanum. Natürlich fehlen auch die besonderen Arten nicht: Gentiana cruciata, Trifolium aureum und Carlina vulgaris. Neben dem Geniessen der Artenfülle geht es bei dieser Exkursion auch darum zu sehen, wie Trockenstandorte kartiert und klassifiziert werden. Zum Abschluss gibt es je nach «Gluscht» Kaffee und Kuchen in der Tällihütte.
Leitung: Yasemin Kurtogullari
Treffpunkt: 11.17 Uhr bei der Bushaltestelle Gadmen, Post (09.04 Uhr Bern ab)
Eckdaten Wanderung: 4.3 km, knapp 600 Höhenmeter Aufstieg, ab der Tällihütte mit der Tällibahn wieder runter ins Tal.
28. Juni Schätze im BOGA
Botanische Schätze aus heimischen Gefilden – ein Abendspaziergang zur BOGA-Sonderausstellung über gefährdete Arten aus dem Kanton Bern
Rund 725 Pflanzenarten gelten in der Schweiz als gefährdet. Genau diesen botanischen Schätzen widmet sich die diesjährige Sonderausstellung im Botanischen Garten der Universität Bern. Im Mittelpunkt stehen vor allem die gefährdeten Pflanzen, die im Kanton Bern beheimatet sind. Die Ausstellung zeigt, wie diese einzigartigen Schätze geschützt und gefördert werden können, damit sie auch in Zukunft unsere Landschaft bereichern.
Während eines stimmungsvollen Abendspaziergangs durch die Ausstellung entdecken wir die Schönheit, Besonderheiten aber auch die Gefährdungen dieser Pflanzen und erfahren, wie verschiedene Akteure im Kanton Bern zusammenarbeiten, um ihre Zukunft zu sichern. Vielleicht gelingt es uns, diese faszinierenden Arten bald wieder öfter in freier Natur zu bewundern.
Leitung: Deborah Schäfer
Treffpunkt: 17. Uhr, Botanischer Garten der Universität Bern, vor dem Palmenhaus
Dauer: rund 1 Stunde
5. Juli Sense-Auen
Wo sich Pflanzen nicht festlegen können – wie die Auendynamik die Vegetation der Sense-Auen bei Plaffeien bestimmt
Die Sense ist Teil des nationalen Aueninventars und hat ihre typische Eigenart, Struktur und Dynamik noch weitgehend erhalten. Auf der Exkursion werden wir unterschiedliche Lebensräume und ihre spezifische Flora anschauen, von Weichholzauen über Weidengebüsche bis zu den Pionierfluren. Wir werden sehen, wie die natürliche Hochwasserdynamik Auen und Lebensräume gestaltet, was Zusammenflüsse mit Genetik zu tun haben, wie die Dichte der Auenwaldvegetation epiphytische Moose und Flechten beeinflusst, welche Mikrohabitate in einem Flussbett vorkommen und was die Korngrössenzusammensetzung des Geschiebes mit der Verjüngung zu tun hat. Neben häufigen, bestandesprägenden Pflanzenarten werden wir angeschwemmte Vertreter aus höheren Lagen sehen, zahlreiche Weidenarten (Salix spp.) und ihre Bestimmungsmerkmale vorstellen, aber auch seltene Arten wie die Deutsche Tamariske (Myricaria germanica) und vielleicht auch das Pyrenäen-Löffelkraut (Cochlearia pyrenaica) entdecken. Dabei lassen wir jeweils Erkenntnisse aus der Wirkungskontrolle Biotopschutz Schweiz WBS und dem Forschungsprogramm Wasserbau und Ökologie einfliessen.
Leitung: Sabine Fink und Steffen Boch
Treffpunkt: 9.43 Uhr, Bushaltestelle Zollhaus FR
12. Juli Pilatus
Höhen und Tiefen des Pilatus – der Luzerner Hausberg im Höhenprofil
Unsere Exkursion starten wir am Fuss des Luzerner Hausbergs direkt bei der Pilatusbahn-Talstation (500 m ü. M.). Von dort aus erkunden wir im nördlichen Aufstieg sowohl die Höhenstufen als auch Inventargebiete des Pilatus. Zu Letzteren gehören zum Beispiel das Hochmoorgebiet bei der Mittelstation Chrienseregg (1000 m ü. M.). Nach dem Mittagessen auf dem Gipfel (2100 m ü. M.) wenden wir uns den alpinen Rasen zu und unternehmen einen kleinen Abstieg zu den Trockenwiesen des Südhangs (1900 m ü. M.), um auch die zweite Seite des Pilatus’ kennenzulernen. Danach geht es vom Gipfel mit der steilsten Zahnradbahn der Welt via Alpnachstad nach Hause.
Leitung: Fabienne Aebersold und Tatjana Wey
Treffpunkt: 9.30 Uhr, Pilatusbahn in Kriens
26. Juli Lörmoos und Büsselimoos
Hochmoore fast vor der Haustüre – ein Besuch im Lörmoos und Büsselimoos
Die Naturschutzgebiete Lörmoos und Büsselimoos sind Hochmoore von nationaler Bedeutung. Bevor sie unter Schutz gestellt wurden, nutzte und beeinflusste der Mensch solche Gebiete. Auf unserer gemütlichen Exkursion thematisieren wir, wie Hochmoore entstehen und was sie als Lebensraum so einzigartig macht. Von den Wegen und Holzstegen aus sehen wir uns verschiedenste botanische Schätze an und besprechen notwendige Strategien, um in diesem unwirtlichen Lebensraum gedeihen zu können. Der von Torfmoosen aufgebaute Torfkörper ist zum Beispiel Heimat des Rundblättrigen Sonnentaus, der in keinem anderen Lebensraum zu finden ist. Wir halten aber auch die Augen offen nach der Moosbeere, dem Blutauge und unterschiedlichen Gilbweiderich-Arten.
Leitung: Gilgia Nauser und Sandro Silva
Treffpunkt: 9.44 Uhr, Postautohaltestelle Herrenschwanden, Dorf
Eckdaten Wanderung: von Herrenschwanden zum Lörwald und Lörmoos und durch den Riederewald zum Büsselimoos, Ende in Bremgarten. Ca. 6 km Wanderdistanz.
Tipp: Feldstecher und eventuell das Badzeug mitnehmen.
13. September Jurapark Aargau
Voll Dufte – Wildrosen im Jurapark Aargau
Voll Dufte! Gruppen von Wildrosenarten lassen sich anhand des Dufts beim Reiben der Blätter erkennen. Auf der Exkursion in Biberstein lernen wir einfache Unterscheidungsmerkmale der Wildrosen kennen. Nicht nur der Duft, auch Haare und Drüsen an den Blättern sowie Stacheln und Hagebutten geben uns wichtige Hinweise bei der Artbestimmung. Der ökologische Wert von Wildrosen ist gross, da viele Organismengruppen wie Kleinsäuger, Vögel und Insekten von ihnen als Nahrung oder Unterschlupf profitieren. Auch wir Menschen können die vitaminreichen Früchte vielfältig nutzen: als Tee, Konfi oder sogar als Gesichtscrème. Die sonnigen und flachgründigen Hügelzüge des Aargauer Juras bieten ideale Standorte für zahlreiche Arten der wärmeliebenden Wildrosen. Der Jurapark Aargau hat aus diesem Grund ein Citizen Science Projekt lanciert, um die typischen Wildrosenarten der Region zu erfassen. Auf einer Rundwanderung sehen wir verschiedene häufige und auch schweizweit seltene Wildrosenarten. Wir verschliessen unsere Augen aber nicht vor anderen Pflanzenarten der Trockenstandorte.
Leitung: Rebekka Moser und Steffen Boch
Eckdaten Wanderung: ca. 5 km, 300 Höhenmeter rauf und 300 Höhenmeter runter.
Treffpunkt: 9.39 Uhr, Bushaltestelle Biberstein Dorf