19. MaiTrockenwiesen am Thunersee
Was hat sich mit der Inventarisierung im Kanton Bern getan?
Als einige Jungbotaniker am 16. Mai 1982 dieselbe Exkursion wie wir dieses Jahr durchführten, ging es ihnen vor allem darum, Freiwillige zu finden, die für das erste Inventar der Trockenwiesen im Kanton Bern Hinweise geben könnten. Inzwischen ist viel geschehen und die Plätze, die wir wieder aufsuchen, sind nun schon dreimal kartiert. Wie steht es um die Trockenwiesen und -weiden am Thunersee und generell? Die verschiedenen Lebensräume und ihre Abhängigkeit von der Landwirtschaft stehen im Zentrum der kleinen Wanderung. Aber auch das Helm-Knabenkraut (Orchis militaris), der Trauben-Gamander (Teucrium botrys) und weitere wunderbare Pflanzenarten warten auf unseren Besuch…
Leitung: Christian Hedinger, UNA Bern
Treffpunkt: 13.25 Uhr, Merligen, Hst. Ralligen
02. JuniDie Felsenheide von Pieterlen
Auf den Spuren der ersten BBG-Exkursion vom 1. Juni 1919
Am Sonntag den 1. Juni 1919 fand unter der Leitung der Herren R. Probst und M. Brosi die erste Exkursion der Bernischen Botanischen Gesellschaft statt. Sie führte in die Felsenheide von Pieterlen. Im Anschluss daran hielt Herr Probst im Gasthof Sternen einen Vortrag über die Vegetation der Felsenheide, der auf seiner Publikation aus dem Jahre 1911 basierte. Darin erwähnt er das isolierte Vorkommen einiger trockenheitsliebender Arten wie der Österreichischen Schwarzwurzel (Scorzonera austriaca) und schreibt weiter «die seltsame, einen widerlichen Geruch ausströmende Riemenzunge, Himantoglossum hircinum, ziemlich häufig, sehr zerstreut und der Schonung bedürftig die drei Insektenblumen Ophrys muscifera, arachnites und apifera…». Wir sind gespannt, ob wir diese Arten nebst anderen Besonderheiten antreffen!
Leitung: Beat Fischer, Büro für Angewandte Biologie, Bern
Treffpunkt: 9.10 Uhr, Bahnhof Pieterlen
21. JuliAuf der Suche nach Seerosen im Röseliseeli (Kriechenwil BE)
Auf den Spuren einer längst vergessenen Exkursion
Im Sommer 1949 unternahm die BBG eine Exkursion an „den Bernern bis vor kurzem kaum bekannten“ Röselisee westlich von Laupen: Damals war der kleine, im Wald gelegene See fast vollständig von Weissen Seerosen (Nymphaea alba) bedeckt, die dem See auch seinen Namen gaben. Nun, fast 70 Jahre später, nehmen wir denselben Weg unter die Füsse und suchen nicht nur die Weissen Seerosen, sondern auch die anderen, damals im und am Röseliseeli gefundenen Arten wie das Sumpf-Greiskraut (Senecio paludosus), der Sumpf-Knöterich (Polygonum amphibium), die Sumpfbinse (Eleocharis palustris) und der Gemeine Wasserschlauch (Utricularia vulgaris). Nach dem Röseliseeli statten wir dem nahegelegenen Auried einen (kurzen) Besuch ab und folgen anschliessend der Saane bis zum Bahnhof Laupen.
Leitung: Muriel Bendel, feldbotanik.ch
Treffpunkt: 9.35 Uhr, Postautohaltestelle Kriechenwil Schulhaus
Strecke: 6.3 km, 1.5 h reine Wanderzeit
4. / 5. AugustDies Botanicae auf der Griesalp
Schweizer Feldbotaniktag auf der Griesalp im Hinteren Kiental
Die Bernische Botanische Gesellschaft (BBG) organisiert zusammen mit Info Flora und einem runden Dutzend botanischen Gesellschaften den ersten Schweizer Feldbotaniktag. Weil wir dieses Jahr Geburtstag haben, wurde uns die spezielle Ehre als Gastgeber zugeteilt. Dieser Anlass ist eine wunderbare Möglichkeit botanisch Interessierte aus der ganzen Schweiz kennen zu lernen und gleichzeitig in einem wildromantischen Alpental gemeinsam zu botanisieren und an einem Inventar teilzunehmen.
Der Haupttag dieser Veranstaltung findet am Samstag, den 4. August 2018 statt. An diesem Tag werden die Vertreter der verschiedenen botanischen Gesellschaften unterschiedliche Exkursionen anbieten. Es wird aber dringend empfohlen auch die Nacht auf der Griesalp zu verbringen, damit vom gemütlichen Austausch am Abend und vom gemeinsamen Botanisieren am Sonntag profitiert werden kann.
Details sind einem separaten Programm zu entnehmen.
13. OktoberExkursion in die Teichgegend der Burgunderpforte
Herbst und botanische Kostbarkeiten nach Art der BBG – 1969 reloaded
Vor fast 50 Jahren hat die BBG eine Exkursion zu der spannenden Sumpfflora in der Ajoie und im Sundgau unter der Leitung von Eduard Frei unternommen. Damit der Tag möglichst reichhaltig war, hat man sich damals entschieden, die Reise mit dem Bus ab Bern zu machen. Auch wenn wir bei der BBG sonst lieber mit der SBB fahren, so soll doch diese Reise noch einmal wie „anno dazumal“ gemacht werden und wir fahren für einmal ganz bequem im privaten Bus ab Bern.
Auch heute sind die Ajoie und das Sundgau sehr reich an seltenen Sumpf- und Wasserpflanzen. Und in den Herbstmonaten ist die Gegend ganz besonders bezaubernd. Wir hoffen natürlich auf einen so schönen Herbsttag, wie ihn die Truppe vor 49 Jahren gehabt hat, damit die „Laubbäume wiederum in ihrem herbstlichen Blätterkleid leuchten“.
Leitung: Adrian Möhl, Info Flora und Botanischer Garten Bern
Treffpunkt: 8.30 Uhr Bern Schützenmatte
20. OktoberMikrokosmos der Moose und Flechten
Auf den Spuren der bryologisch-lichenologischen BBG-Exkursionen vom 11. Oktober 1925 und dem 19. April 1959
Ob auf Waldböden, an Gehölzen, Felsen, Mauern oder in Pflasterfugen des Trottoirs, schaut man genauer hin, findet man sie fast überall: Moose und Flechten. Wir tauchen auf dieser für Einsteiger konzipierten Exkursion in den faszinierenden Mikrokosmos der Moose und Flechten ein. Bereits zweimal war der Schwarzwassergraben das Ziel einer im Rahmen der BBG veranstalteten Exkursion, damals unter der Leitung berühmter Moos- (1925 Ch. Meylan, 1959 F. Ochsner) und Flechtenkundler (1959 E. Frey). Neben den bryologisch sehr interessanten Kalktuff und Sandsteinfelswänden werden wir Waldbodenmoose sowie Moose und Flechten an Mauern und Gehölzen anschauen.
Leitung: Ariel Bergamini, Steffen Boch, beide WSL, Birmensdorf
Treffpunkt: 9.31 Uhr, Bahnhof Schwarzwasserbrücke