22. - 23. Mai 2004Bleniotal (TI)
Bleniotal:
Magerwiesen und ihre Vegetationsveränderungen
Samstag:
Wanderung von Acquarossa nach Ponte Valentino (5 km): Intensive Gras-Landwirtschaft im Talboden, Magerwiesenfragmente mit Federgras.
Sonntag:
Wanderung Acquarossa – Prugiasco – Negrentino (300 m Höhendifferenz): Winterlindenwald, extensive Magerwiesen (Rotschwingel-Straussgras- und Haarschwingel-Trespen-Rasen mit Orchideen, z.B. Dactylorhiza sambucina, Orchis morio, O. tridentata, O. ustulata), Grasbrachen und Verbuschungsstadien am Talhang.
Besuch der Langzeit-Untersuchungsflächen von Negrentino: Feldexperimente zur Vergandung, Restauration des Artenreichtums nach Vergandung und zum Einfluss extremer Trockenheit. Anleitung zu praktischer Arbeit: wir wiederholen zehnjährige Vegetationsaufnahmen und kontrollieren die Vegetationsveränderungen in einer der artenreichsten Wiesen des Tessins. Besuch des Kirchleins San Carlo mit alten Fresken.
Leitung: Andreas Stampfli
Treffpunkt: 7.42 Uhr Bahnhof Bern oder 12.30 Uhr Bahnhof Acquarossa
20. - 26. Juni 2004Auslandexkursion Karawanken
Karawanken
Leitung: Rolf Mürner, Meggen & Rolf Geisser, Seelisberg
10. Juli 2004Aare / Giessen
Moorlandschaft Aare/Giessen:
Pflanzenvielfalt, Neophyten, Renaturierung
Besuch der noch weitgehend intakten Feuchtgebiete Vordermärchligenau und Kleinhöchstettenau sowie der renaturierte Aarelauf bei der Hintermärchligenau (Flühli). Typische, aber immer seltener werdenden Arten der Feuchtgebiete: Lungenenzian (Gentiana pneumonanthe), Kleiner Igelkolben (Sparganium natans), Sumpf-Kreuzkraut (Senecio paludosus), Tabernaemontanus‘ Flechtbinse (Schoenoplectus tabernaemontani). Zudem werden lokale Naturschutzprobleme (z.B. invasive Neophyten) sowie die erfolgte Renaturierung des Aarelaufs beim “Flühli” diskutiert. Mit Glück wird auch der Eisvogel gesichtet (Brut im Gebiet).
Leitung: Christoph Käsermann
Treffpunkt: 9.30 Uhr, Muri (BE), Haltestelle Muri
24. Juli 2004Grimsel
Grimsel:
Unteraargletscher, Moorlandschaft und alpine Silikatflora
Erkundung der Moorlandschaft Grimsel im Herzen des Aar-Massives, mit den besonderen Gletschervorfeldern des Unteraargletschers und dem einzigartigen Arvenwald, welcher durch die neu geplante Staumauer der KWO akut bedroht ist. Typische Arten: Alpen-Mannsschild (Androsace alpina), Schwarze Edelraute (Artemisia genipi), Braune Hainsimse (Luzula alpinopilosa), Alpen-Schaumkraut (Cardamine alpina), Resedablättriges Schaumkraut (Cardamine resedifolia), Langstieliges Hornkraut (Cerastium pedunculatum), Scheuchzers Wollgras (Eriophorum scheuchzeri), Schnee-Enzian (Gentiana nivalis), Jacquins Binse (Juncus jacquinii), Gewöhnliche Alpenscharte (Saussurea alpina), Moosartiger Steinbrech (Saxifraga bryoides), Sibbaldie (Sibbaldia procumbens), Rasenbinse (Trichophorum cespitosum), Bleicher Klee (Trifolium pallescens).
Leitung: Thomas Mathis und Willy Müller
Treffpunkt: 7.26 Uhr Bahnhof Bern oder 10.04 Uhr Grimsel Hospiz
04. Sept. 2004Klingnauer Stausee & Wasserschloss Brugg
Klingnauer Stausee und Wasserschloss Brugg:
Auenwälder, Kiesbänke und Flachmoore
Erkundung einer dynamischen Flusslandschaft, Moorwiesen mit Sibirischer Schwertlilie (Iris sibirica), Sumpf-Wolfsmilch (Euphorbia palustris), Sumpf-Kreuzkraut (Senecio paludosus) (nicht mehr blühend), verschiedene Stadien des Auenwaldes, Seeufer und Kiesflächen mit diversen Zweizahn (Bidens)-Arten; Grosses Süssgras (Glyceria maxima), Schwanenblume (Butomus umbellatus), Tümpel mit Wasserfeder (Hottonia palustris) und Wasserschlauch (Utricularia) sind ebenfalls anzutreffen. Der Klingnauer Stausee ist zudem ein Eldorado für Ornithologen (allenfalls Feldstecher mitbringen), vielleicht ist das Tüpfelsumpfhuhn schon angekommen.
Leitung: Andeas Gygax und Daniel Genner
Treffpunkt: Zug ab Bern (7:52 Uhr Bern ab, umsteigen in Baden) oder 9:44 Uhr Bahnhof Koblenz
29. Mai - 1. Juni 2003Monte Barro
Monte Barro (Lecco, Italien):
Südalpenflora und Südalpen-Endemiten
Leitung: Adrian MöhI und Beat Fischer
06. Juli 2003Tiere & Pflanzen in Leuk
Leuk:
Insekten und Pflanzen der Walliser Felsensteppen
Wanderung zur und in der Felsensteppe ,,Platten”. Beobachten von zahlreichen Insekten und charakteristischen Pflanzen der Federgrasrasen. Besondere Arten, welche hier angetroffen werden können sind Telephie (Telephium imperati), Zottiger Spitzkiel (Oxytropis pilosa), Zartblättrige Flockenblume (Centaurea scabiosa ssp. grinensis), Walliser Beifuss (Artemisia vallesiaca), Büschelige Miere (Minuartia rubra), Blaugrüner Waldmeister (Galium glaucum) und Schlupfsame (Crupina vulgaris). Besonders interessieren tut uns einmal mehr das Zusammenspiel zwischen Tier-und Pflanzenwelt, und Themen wie Bestäubung, Pflanzen als Nahrungsquellen und Tiere als Samenverbreiter werden sicher im Zentrum stehen.
Leitung: Adrian Möhl und Beatrice Lüscher
Treffpunkt: 9.45 Uhr Bahnhof Leuk Station
16. August 2003DB-Areal in Basel
DB-Areal Basel
Dieses Jahr erscheint eine Monographie über das DB-Areal – sie dürfte zum Zeitpunkt der Exkursion vorliegen (Hrsg: Entomologische Gesellschaft Basel). Wegen geplanter Bauarbeiten muss die Exkursion ev. ganz oder teilweise auf deutschen Boden verlegt werden (ev. auch Besuch des Rheinhafens).
Leitung: Martin Frei, Thomas Brodtbeck
Treffpunkt: 9.30 Uhr Tramstation Kleinhünigen
23. - 24. August 2003Dombes (Frankreich)
Dombes (Frankreich):
Etangs zwischen Bourg-en-Bresse und Lyon
„Découverte dune flore des étangs liée la tradition agricole. Des étangs crées pâr l’homme peu profonds laissés en eau pendant quatre cinq ans puis vidés pour les besoins de la pêche, période d’évolage et non remis en eau pendant une année, période d’assec. Une flore de type hydrophyte pour l’évolage, des Villarsie feuilles de nénuphar, des Mâcres, des Hydrocharis des grenouilles, des Elatines … et des fougères comme la Marsilée. Une flore hélophyte, dont les graines supporte d’être dans l’eau pendant l’évolage apparaît pendant l’assec, des bidens, des Carex de Bohème, des Scirpes … A l’entrée de l’automne, on peut voir un beau cortège floristique.“
Leitung: Annie-Claude Bolomier (Autorin von ,,La Flore du département de l’Ain”); Exkursion wird auf Französisch sein!
Treffpunkt: Samstag 8. Uhr Schützenmatt (Reise mit Car)
01. Juni 2002Grosses Moos
Renaturierungsflächen im Grossen Moos
Wiederangesiedelte Pflanzenarten in ihrem neuen Habitat
Müntschemier-Stierenbünden:
Schlammkraut (Limosella aquatica), Igelschlauch (Baldellia ranunculoides), Kleefarn (Marsilea quadrifolia), Kriechender Eppich (Apium repens) etc.
“Freiburger Moos”:
Spontanvegetation
„Pré au Boeuf“:
Das renaturierte Gebiet nach 5 Jahren
Staatsmoos Bern:
Ein neu geschaffenes Gebiet mit seiner Spontanvegetation
Leitung: D. M. Moser und U. Kormann
08. Juni 2002Aigle / Ollon
Aigle/Ollon
Wanderung über die Colline du Plantour und Colline de la Glaivaz.
Spezielle Arten: Mäusedorn (Ruscus aculeatus), Zierliches Federgras (Stipa eriocaulis), Französischer Tragant (Astragalus monspessulanus), Onosma vaudensis, Steifhalm (Cleistogenes serotina), etc.
Leitung: Raymond Delarze
15. Juni 2002Savièse
Savièse
Wanderung von Savièse nach Sion: orchideenreiche Moorlandschaft auf dem Plateau de Savièse, Trockenwiesen mit Knollige Spierstaude (Filipendula vulgaris), Wasserpflanzen im Lac de Montorge (Untersuchungsstelle von Max Welten), Felsensteppe mit Feigenkakteen (Opuntia spp.), Schweizer Meerträubchen (Ephedra helvetica), Walliser Beifuss (Artemisia vallesiaca) etc.
Leitung: Philippe Werner
03. / 04. August 2002Tiere & Pflanzen im Nationalpark
Schweizerischer Nationalpark
Samstag:
Botanisch-zoologische Wanderung vom Ofenpass durch die Weidelandschaft und den berühmten Arvenwald Tamangur nach S-charl.
Sonntag:
Wanderung im Nationalpark (Alp Stabelchod – Margunet, 400 Höhenmeter). Forschung im Nationalpark. Beobachtung von Wild und Bartgeiern, Flora und Fauna am Wegrand. Am Nachmittag: Terrassenlandschaft bei Zernez mit xerophiler Vegetation.
Leitung: Adrian Möhl, Beatrice Lüscher, Irene Künzle
20. August 2002Churfirsten
Churfirsten
Im Gebiet vorkommende Arten: Ostalpen-Enzian (Gentiana pannonica), Hoher Rittersporn (Delphinium elatum), Breitblättrige Glockenblume (Campanula latifolia), Knotenfuss (Streptopus amplexifolius), Wasserschierling (Cicuta virosa), Schmalblättriger Igelkolben (Sparganium angustifolium), Alpen-Laichkraut (Potamogeton alpinus), etc.
Strecken:
1. Sellamatt 1390 m ü. M. – Hinterrugg 2306 m – Chäserrugg, abwärts Bahn nach Unterwasser. Höhendifferenz 900 m.
2. Rundwanderung Sellamatt 1390 m – Sattel 1910 m – Sellamatt. Höhendifferenz 550 m.
3. Regenwetterprogramm: Unterwasser – Schwendisee – Iltios- Sellamatt – Schlammseeli.
Leitung: Martha Gubler
Anreise: Reise mit Car ab Bern
17. August 2002Axalp
Axalp – Hinterburgsee
Wanderung vom Dotzweg zum Hinterburgsee durch die mit riesigen Ahornen bestandene Axalp, durch hochstaudenreiche Fichtenwälder, Aufstieg durch wunderschöne Hochstauden mit Hohem Rittersporn (Delphinium elatum), Dichtblütiger Eisenhut (Aconitum compactum), A. lycoctonum, Grauer Alpendost (Adenostyles alliariae) und vielen anderen Arten, gegen Chruttmettli mit Borstgras- und Milchkrautweiden, dann ins Urserli (Grünerlengebüsch mit Aconitum paniculatum), zurück zum Chruttmettli, über Windegg mit Windeckenvegetation (Alpenazalee (Loiseleuria procumbens), Nacktried (Elyna myosuroides) usw.) nach Chüemad und zurück zur Axalp.
Leitung: Prof. Otto Hegg
Besonderes: steile Bergwege (Aufstieg 700 m, Abstieg 400 m, Distanz 10 km)!
26. / 27. Mai 2001Kartieren am San Salvatore
TWW – Trockenwiesen und -weiden der Schweiz:
Gandria und San Salvatore
Gemeinsame Exkursion mit der Società Ticinese della Historia Naturale
Die berühmten Kalkfelsen von Gandria und der Osthang des San Salvatore sind einzigartige Trockenstandorte von vermutlich nationaler Bedeutung. Es gilt, während den zwei Tagen, gemeinsam mit Leuten der Società Ticinese, für die Felsengebiete unter fachkundiger Anleitung eine möglichst vollständige Artenliste zu erstellen.
Vegetation: Fragmente von Trockenrasen (Xerobromion), Trockensäumen (Geranion sanguinei), durchmischt mit Kalkfels-Vegetation (Potentillion caulescentis) und Flaumeichenwäldchen (Quercion pubescenti-petraeae). Hier finden wir Arten wie Diptam (Dictamnus albus), Grasblättrige Skabiose (Lomelosia graminifolia), Venezianischer Haarstrang (Peucedanum venetum), Rispige Fetthenne (Sedum cepaea), Weisses Fingerkraut (Potentilla alba), Behaarter Ginster (Genista pilosa), Niedriger Zwergginster (Chamaecytisus supinus), Rauhhaariger Zwergginster (Chamaecytisus hirsutus), Strauchwicken-Geissklee (Cytisus emeriflorus), etc.
Leitung: Stefan Eggenberg und Guido Maspoli
03. Juni 2001Undervelier (JU)
TWW – Trockenwiesen und -weiden der Schweiz:
Undervelier und Region
Verschiedene Trockenweiden für Pferde, Rinder und Schafe.
Spezielle Arten: Gelblicher Klee (Trifolium ochroleucon), Weisse Brunelle (Prunella laciniata), Godets Witwenblume (Knautia godetii). Daneben auch artenreiche Trockensäume (Geranion sanguinei).
Leitung: Adrian Möhl
09. Juni 2001Domleschg (GR)
TWW – Trockenwiesen und -weiden der Schweiz:
Rothenbrunnen, Domleschg
Das nördliche Domleschg ist ausserordentlich reich an Trockenwiesen und -weiden. Die inneralpine Trockenvegetation Graubündens ist uns meist nur aus dem Engadin bekannt, aber auch hier im Domleschg finden sich Steppenfragmente (Stipo-Poion) mit Berg-Küchenschelle (Pulsatilla montana), Haar-Pfriemengras (Stipa capillata), Glänzende Segge (Carex liparocarpos), Schwachflockiges Fingerkraut (Potentilla pusilla), Kichererbsen-Tragant (Astragalus cicer), Zottiger Spitzkiel (Oxytropis pilosa). Daneben werden wir schöne Halbtrockenrasen (Mesobromion) besichtigen und auch seltene Trockensaum-Arten sehen (z.B. Löwenschwanz (Leonurus cardiaca)).
Leitung: Beat Fischer
17. Juni 2001Follatères, Fully (VS)
TWW – Trockenwiesen und -weiden der Schweiz:
Follatères bei Fully
Frühsommeraspekt der bekannten Trockenrasen der Follatères. U.a. zu sehende Arten: Armblütige Segge (Carex depauperata), Weidenblättriges Sonnenröschen (Helianthemum salicifolium) (nicht mehr blühend), Blasenstrauch (Colutea arborescens), Bologneser Glockenblume (Campanula bononiensis), Klettengras (Tragus racemosus), Blauer Steinsame (Buglossoides purpurocaerulea), Gewöhnlicher Bitterling (Blackstonia perfoliata) etc.
Leitung: Thomas Mathis, Adrian Möhl
07. / 08. Juli 2001Saas Fee
Saisonabschluss in Saas Fee
Am ersten Tag: Begehung des Höhenwegs Triftalp (oberhalb Saas-Grund) zur Almagelleralp. Dieser Weg geht durch schöne Bündnerschieferbänder und ist sehr abwechslungsreich.
Am zweiten Tag verschiedene Möglichkeiten:
a) Begehung des Gebiets im Raum Saas – Almagell – Mattmark – Saas-Fee
b) Tour Mattmark – Schwarzbergalp – Seeumrundung
c) Furggtal
d) Steinwildpfad in Saas-Fee.
Leitung: Arnold Steiner
27. Mai 2000Jura-Südfuss
Jura-Südfüss zwischen Twann und Ligerz
Felsenheiden und Weinbergvegetation
Leitung: H. Hoffmann
11. Juni 2000Pfynwald - Salgesch
Pfynwald – Salgesch
Während der letzten Eiszeit grub sich der Rhonegletscher tief in das Rhonetal bei Salgesch. Er transportierte das in Felsstürzen von den Bergflanken auf seiner Seite heruntergestürzte Material bis zu 10 km weiter und lagerte es schliesslich in Form der Hügel ab, die heute für den unteren Teil des Pfynwalds so charaketeristisch sind. Die Föhrenwälder, die sie bedecken, sind für die Schweiz einmalig. Trotz der Taleraktion zur Rettung des Pfynwalds von 1986 und diversen Versuchen seither, ist der Pfynwald nicht unter Naturschutz gestellt. Neue Pläne gehen dahin, das gesamte Talbecken – von Gipfel zu Gipfel – als Naturerlebnispark zu schützen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Um die Natur zu schonen, sollen das Eisenbahntrasse und die geplante Autobahn in Tunnels geführt werden.
Die Hügel bei Salgesch mit ihren Trockenwiesen drohten im Rahmen der laufenden Melioration zur Reb-Monokultur zu verkommen. Unter anderem der Überzeugungskraft von Herrn Werner ist es zu verdanken, dass stattdessen ein Netz von naturbelassenen Flächen die Rebberge durchzieht, und damit einer Vielfalt von Pflanzen und Tieren ein Refugium bietet.
Die Exkursion führte uns im ersten Teil durch die Meliorationsflächen und die naturbelassenen bzw. neu geschaffenen Naturflächen. Im zweiten Teil stiegen wir den Hang hoch zu dem dort vorherrschenden Flaumeichengebüsch.
Leitung: Philippe Werner
8. / 9. Juli 2000Zermatt
Zermatt und Umgebung
Eingekesselt von Viertausendern ist Zermatt etwa gleich niederschlagsarm wie Sitten. Die speziellen klimatischen Bedingungen ermöglichten es verschiedenen nach der Eiszeit zugewanderten Steppenarten, sich bis heute zu behaupten. Zum ausserordentlichen Artenreichtum der Gegend trägt zudem der Umstand bei, dass sich hier die geologischen Verhältnisse auf kleinstem Raum immer wieder ändern.
1. Tag: Blauherd – Stellisee – Zermatt
Mit der Seilbahn erreichten wir ohne grosse Mühe die Endstation Blauherd. Die Wanderung führte uns dem Südhang der Rothörner entlang zum Stellisee. Nicht allzuweit von der Seilbahnstation oberhalb der Strassenböschung findet man typische Buntschwingelrasen. Das Crepidi-Festucetum mit Charakterarten wie Festuca varia(hier in der Kleinart F. scabriculmis ssp. luedii), Crepis aurea und Potentilla grandifloragleicht in seiner treppenartigen Struktur den Blaugras-Halden. Säurezeiger wie Antennaria dioica oder Campanula barbata machen jedoch deutlich, dass wir uns hier in bodensauren Bereichen befinden.
Die Naturstrasse führt uns vorbei an Hängen, in denen das Gelb des grossblüten Helianthemum nummularium ssp. grandiflorum mit jenem des kleinblütigeren Helianthemum alpestre konkurriert. Am Strassenrand Seltenheiten, die in der Schweiz nur in dieser Region anzutreffen sind: Thlaspi sylvium, Trifolium saxatile, Artemisia glacialis, Astragalus sempervirens und Oxytropis helvetica. Der Stein-Klee scheint von den Ruderalflächen zu profitieren, die durch die Erdarbeiten entstandenen sind.
Mittagessen gab es auf einer Matte nahe dem Stellisee, mitten im Festucetum halleri mit viel Androsace vitaliana (leider verblüht). Dabei hatten wir Zeit, die seltene Alpenkrähe zu beobachten, die – wie ihr lateinischer Name Pyrrhocorax pyrrhocoraxtreffend festhält – an ihrem roten Schnabel zu erkennen ist.
Am Ufer des Stellisees und schon früher quasi als ‚Strassengrabengesellschaft‘ wächst der seltene alpine Binsenseggen-Kalksumpfrasen (Caricion maritimae) mit seinen typischen Charakterarten Carex maritima, Juncus arcticus und Carex bicolor.
2. Tag: Schwarzsee – Stafel – Grand Dixense-Pumpwerk – Zermatt
Der zweite Tag startete unmittelbar vor den Toren der Luftseilbahn-Endstation Schwarzsee mit der – erfolgreichen – Suche nach Potentilla multifida. Ganz in der Nähe auf einem windigen Felskopf in den Ritzen Festuca quadriflora zusammen mit Artemisia umbelliformis: Sie deuten darauf hin, dass wir uns hier im Artemisio-Festucetum pumilae, einer Assoziation der Kalk-Felsspaltgesellschaften befinden.
Nur wenige Meter weiter, am windexponierten Abhang wechselt das Bild völlig: bräunliche, dichte Rasen, nur wenige farbige Blüten geprägt von Elyna myosuroidesund Carex curvula ssp. rosae, Charakterarten der auf Karbonatgestein stockenden, windexponierten, trockenen Nacktried-Rasen (Elynetum).
Wieder nur wenige Meter tiefer ändert sich die Artenzusammensetzung erneut. Jetzt bestimmen Säurezeiger das Bild: Helictotrichon versicolor, Phyteuma globulariifolium ssp. globulariifolium, Potentilla frigida, Pulsatilla vernalis u.a.. Wo der Abhang dem Wind ausgesetzt ist und der Schnee öfters weggeblasen wird, wird der Rasen lückiger. Loiseleuria procumbens, das extreme Witterungsbedingungen erträgt, kann sich ansiedeln. Dazwischen werden Lücken für Flechten frei, u.a.: Cetraria islandica, Cetraria ericetorum, Cetraria nivalis, Tamnolia vermicularis.
Im Kiesschutt nordwestlich des Schwarzsees finden wir Campanula cenisia, Saxifraga biflora und Cerastium latifolium. Von unserem Führer angetrieben geht es von nun an – ein wenig – zügiger weiter. Kurz bevor der Skilift die Strasse überquert, verlassen wir den Weg hangabwärts, um an der Basis der durch Solifluktion entstandenen Bulten des Elynetum seslerietosum nach den Blättern und Früchten von Callianthemum coriandrifolium zu suchen.
Am Ende des ehemaligen Felssturzgebiets führt der Weg an einem grösseren Tümpel vorbei, der zum Schutz vor Kühen – und Wanderern – eingezäunt wurde. Auch ausserhalb des Zauns finden wir die charakteristisch weiss blühende Kleine Simsenlilie (Tofieldia pusilla) in Mengen.
Nach einem kurzen Halt im Bergrestaurant brachen wir Richtung Zmuttgletscher auf. Vielleicht 200 – 300 m östlich der Pumpwerke wächst links und rechts am Strassenrand der Drüsige Spitzkiel (Oxytropis fetida), meist bereits fruchtend.
Leitung: Arnold Steiner
06. August 2000Vanil Noir
Vanil Noir
Das unter Naturschutzgebiet stehende Kalkmassiv des Vanil Noir ist in das Inventar der Landschaften von nationaler Bedeutung aufgenommen worden. Während der letzten Eiszeit erhoben sich die Gipfel des Vanil Noir über die Eisströme und wurden so zum Refugium zahlreicher jetzt seltener Pflanzenarten. Davon kamen wir leider nicht viel zu Gesicht, da uns wegen des schlechten Wetters der Zugang zu exponierteren Stellen verwehrt blieb.
Eindrücklich ist, wie expositionsbedingte Unterschiede, insb. bezüglich Feuchtigkeit und Temperatur auf gleichartigem Kalkschutt deutlich unterschiedliche Pflanzengesellschaften hervorbringen.
Leitung: Prof. J.-L. Richard
17. / 18. April 1999Bodensee
Bodensee
Der Bodensee ist einer der wenigen Voralpenseen, dessen Wasserstand nicht reguliert wird. Der sommerliche Wasserhöchststand liegt etwa 2 m über demjenigen des Winters. Daher konnten sich hier im Überschwemmungsbereich an kiesigen Orten die Strandrasen (Deschampsietum rhenanae) mit ihren seltenen Arten erhalten. In noch gut ausgeprägter Form finden wir sie am Strand des Zeltplatzes.
Leitung: Prof. Dr. G. Lang
09. Mai 1999Elsass und Kaiserstuhl
Elsass und Kaiserstuhl
Leitung: Daniel M. Moser
06. Juni 1999Jura bei Grenchen
Jura (Region Grenchen)
Leitung: Stefan Epple
20. Juni 1999Unterbäch (VS)
Unterbäch im Wallis
Leitung: Adrian Möhl & Thomas Mathis
23. - 26. Juli 1999Schynige Platte
Schynige Platte – Faulhorn – First
Leitung: Prof. Dr. O. Hegg
22. August 1999Napf
Napf
Leitung: Daniel M. Moser
26. April 1998Hueb im Krauchthal (BE)
Hueb im Krauchthal (BE)
Arten: Tulipa silvestris, Lathyrus montanus …
Leitung: Daniel M. Moser und Andreas Gygax
26. April 1998Les Brenets (NE)
Les Brenets (NE & Frankreich)
Arten: Fritillaria meleagris, Cardamine trifolia …
Leitung: Daniel M. Moser und Andreas Gygax
10. Mai 1998Ziegelmoos bei Ins (BE)
Ziegelmoos (Ins)
Besuch eines neuen Biotopes südlich des Ziegelmooses zur Wiederansiedlung verschiedener Arten (Viola persicifolia, Hottonia palustris …)
Leitung: Daniel M. Moser und Andreas Gygax
23. / 24. Mai 1998San Salvatore und Monte Generoso (TI)
San Salvatore und Monte Generoso
Samstag
Lugano – San Salvatore, Fussmarsch nach Carona
Helianthemum apenninum ...
Weiterfahrt nach Capolago, Bahnfahrt auf den Monte Generoso
Paeonia officinalis, Narcissus verbanensis
Uebernachtung auf dem Monte Generoso
Sonntag
Monte Generoso – Scudellate – Muggio
Asphodelus albus, Mattheuccia struthiopteris
Carfahrt Muggio-Meride-Mte San Giorgio
Iris graminea, Narcissus verbanensis, Buglossoides purpureocaerulea, Potentilla alba, Geranium nodosum, Veratrum nigrum (nicht blühend)
Leitung: Daniel M. Moser und Beat Bäumler
04. Juli 1998Zweisimmen-Blankenburg (BE)
Naturschutzgebiet Spillgerten (Zweisimmen-Blankenburg)
Arten: Papaver occidentale; Pedicularis ascendens, Viola lutea …
Leitung: Daniel M. Moser und Beat Bäumler
25. / 26. Juli 1998Monte S. Giorgio und C. di Fojorina (TI)
Monte San Giorgio und Cima di Fojorina
1. Tag: Monte San Giorgio
Gladiolus imbricatus, Adenophora liliifolia, Dianthus monspessulanus, Veratrum nigrum, Cyclamen europaeum, Ornithogalum pyrenaicum, Lilium croceum, Clematis recta.
Uebernachtung in Tesserete
2. Tag: Cima di Fojorina (Val Colla)
Aquilegia einseleana, Valeriana saxatilis, Gentiana utriculosa, Senecio abrotanifolius, Dianthus monspessulanus …
Leitung: Andreas Pfenninger
04. Mai 1997Meienried
Meienried / Rütisack / Le Landeron
Leitung: Daniel M. Moser und Jonas Lüthy
14. / 15. Juni 1997Simplongebiet
Simplongebiet: Termen / Biela / Simplon / Zwischbergental
Leitung: Daniel M. Moser
28. Juni 1997Vallon d'Allondon / Chancy (GE)
Exkursion: Vallon d'Allondon / Chancy
Leitung: Andreas Gygax
06. Juli 1997Mauvoisin / Follatères
Mauvoisin / Follatères
Leitung: Andreas Pfenninger
12. Juli 1997Bantiger bei Bern
Bantiger bei Bern
Leitung: Gerhard Wagner und Konrad Lauber
24. - 27. Juli 1997Bestimmungskurs Oberengadin
Bestimmungskurs und Exkursionen im Oberengadin
Leitung: Daniel M. Moser / Andreas Pfenninger
22. Sept. - 14. Okt. 1997Auslandexkursion Südafrika
Grosse Südafrika-Exkursion
Organisation: Universität Bern / Universität Kapstadt
Leitung: diverse Botaniker von Südafrika