13. JuniGrenobler Nelke bei Gueterbrünne im Gürbetal
Schatzsuche nach der Grenobler Nelke – eine ganz besondere Caryophyllacee
Um botanische Schätze zu finden, muss es nicht in abgelegene Ecken der Alpen gehen! Nur gerade 20 Minuten Zugfahrt von Bern entfernt, gehen wir auf Schatzsuche nach einer seltenen Caryophyllacee, der Grenobler Nelke (Dianthus gratianopolitanus). Aus dem Jahr 1990 stammt die einzige Fundmeldung dieser als verletzlich eingestuften Art, irgendwo im Kalkfelsband oberhalb von Gueterbrünne. Auch falls diese Art dort nicht mehr zu finden ist müssen wir sicherlich nicht enttäuscht sein, denn auf dem Weg gibt es viele spannende Pflanzenarten. Ganz speziell halten wir auf dieser Exkursion Ausschau nach Caryophyllaceen und nehmen ein paar der 151 Schweizer Arten etwas genauer unter die Lupe.
Leitung: Deborah Schäfer, Botanischer Garten der Universität Bern
Treffpunkt: 10. Uhr, Bahnhof Toffen
Strecke ca. 5.5 km, reine Wanderzeit ca. 2.30 h
04. Juli Balsaminaceen im Bremgartenwald
Balsaminaceen im Bremgartenwald – attraktiv, explosiv und (teilweise) invasiv
Die Balsaminaceen sind eine hierzulande nur sehr kleine Pflanzenfamilie mit nicht mal einer Handvoll Arten, die in der Schweiz vorkommen. Dafür können wir fast alle davon auf einem gemütlichen Nachmittagsspaziergang vom Bremgartenwald bis ins Gäbelbachdelta näher kennenlernen. Passend zur Pflanzenfamilie werden wir uns unterwegs auch ein bisschen mit der Neophytenproblematik beschäftigen, und natürlich werden wir uns auch die eine oder andere ausserfamiliäre botanische Schönheit am Wegesrand genauer anschauen.
Leitung: Christine Föhr, Stadtgrün Bern
Treffpunkt: 13.30 Uhr beim Glasbrunnen im Bremgartenwald
Strecke: Gemütlicher Spaziergang, ca. 3.5 km Distanz
01. AugustElymus helveticus auf der Alp Sérin (VS)
Poaceae
An diesem Tag soll doch Helvetien angemessen gewürdigt werden, und sei es für diesmal mit Knoten und Blattscheiden, mit Rispen und Ähren und Ährenrispen. Ziel der Wanderung ist die Alp Sérin, zwischen Anzère (VS) und dem Lac de Tseuzier gelegen. Diese Bergsturzlandschaft ist noch jung, einige Teile sind erst während dem Erdbeben von 1946 entstanden, und doch beherbergen sie eine alte Grassippe, die lange unentdeckt blieb. Elymus helveticus, die Schweizer Quecke, wurde 2011 von Rudolf Schmid-Holliger beschrieben und wird, nach der Konsultation von Gras-Taxonomen von Info Flora in die Checklist 2017 als eigenständige Art aufgenommen. Angeregt durch dieses noble Schweizergrase werden wir die Poaceae zum Tagesthema machen, werden in den Trockenwäldern und den Trockenwiesen die Grasarten studieren und dabei so machen Bestimmungstrick zum Besten geben, der es auch AnfängerInnen der Grasbotanik ermöglicht, in diese Welt der Windblüher einzutauchen. Natürlich werden wir nicht wegschauen, wenn sich zur Abwechslung eine bunte, hübsche seltene Walliser-Bergblume in den Fokus drängt.
Leitung: Stefan Eggenberg, Info Flora
Treffpunkt: 09.35 Uhr, Sion Postautos – poste/gare
Strecke: ca. 7 km, Aufstieg ca. 450 m und Abstieg ca. 350 m, ca. 3 h reine Wanderzeit
15. August Unterwegs mit dem Cercle vaudois de botanique
Lac de Joux mit Cercle vaudois de botanique
Die Gegend vom Lac de Joux ist ein wahres El Dorado für Pflanzenfreunde, und man kann sich eigentlich keine kompetentere Führung als Françoise Hoffer für diese Region wünschen. Die Idee dieser Exkursion ist, dass sich die Vaudois und die Bernois gemeinsam auf die Suche nach all den botanischen Kostbarkeiten des Tales machen.
Leitung: Françoise Hoffer, Cercle vaudois de botanique
Treffpunkt: 10.00 Uhr, Bahnhof Le Pont
Strecke: Gewisse Wegstrecken werden mit dem Auto zurückgelegt.
05. SeptemberGentianaceae auf der Alp Tatz (VS)
Später Genuss und Magenbitter: Gentianaceae
Eigentlich wären ja die Raublattgewächse auf dem Programm gewesen – doch für den Spätsommer eignen sich die Enziane besser. Wie, was? Enziane gehören doch in den Bergfrühling? Nicht nur, eine ganze Reihe von Arten blüht eben jetzt, zum Ende des Sommers. Und wenn wir das Vorstellen einer Pflanzenfamilie gerade mit einer Mission von Info Flora verbinden können, dann machen wir das. Der nicht häufige Kreuzblättrige Enzian wurde im Gebiet der Alp Tatz schon lange nicht mehr nachgewiesen – verbinden wir doch das Spannende mit dem Nützlichen und machen uns auf die Suche nach der blauen Schönheit. Dabei werden wir viel Spannendes zu den Enziangewächsen erfahren – und uns natürlich an allen spätsommerlichen Arten der Gegend erfreuen.
Leitung: Adrian Möhl, Info Flora und Botanischer Garten Bern
Treffpunkt: 10. Uhr, Bahnhof Hohtenn
Strecke: ca. 7 km, 500 Höhenmeter (rauf und runter!), ca. 2 h 40 reine Wanderzeit